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Gesperrter Fuß- und Radweg von Hammer in die Stadt

Bereits seit dem Sommer ist der Fuß- und Radweg von Hammer nach Mühldorf auf dem letzten Teilstück gesperrt. Eine Umleitung ist nicht beschildert. Die Ausweichroute über die Staatsstraße ist ungleich gefährlicher. Bisher ist nichts passiert, wohl auch, weil viele den alten Weg dennoch benutzen.

Die Sache hat zwei Haken: Die Stadt und den Landkreis.

Die Stadt ist für die Sperrung zuständig

Zu recht wurde die baufällige Brücke gesperrt. Sie stellt gerade bei Feuchtigkeit und Frost eine erhebliche Gefahr dar, da Schwachstellen nur unzureichend geflickt sind. Zuständig ist die Stadt. Nach Angaben der Stadtbaumeisterin wurde die Brücke, die im Eigentum des Hammerwirts steht, mit Mitteln der Stadt errichtet. Nun bestünde ein Dissens mit dem Eigentümer, wer die Reparaturen übernehmen soll.

Es stellt sich dem kritischen Betrachter oder der kritischen Betrachterin die Frage: Hat die Stadt die Brücke ohne vertragliche Regelung gebaut? Wenn nein, warum ist es dann so schwer zu klären, wer die Reparatur übernimmt, und dies auch durchzusetzen? Wenn ja, wie konnte das geschehen?

Die Sache bedarf jedenfalls einer schnellen Regelung. Eine Umleitung gibt es nicht. Die Ausweichroute über die Staatsstraße ist ungleich gefährlicher. Die Brücke wird, wie man auf dem Bild erahnen kann, weiter benutzt. Das ist angesichts der Alternativen auch kaum verwunderlich, aber dennoch gefährlich.

Ausweichroute über die Staatsstraße

Die einzige Ausweichroute für den Rad- und Fußgänger:innenverkehr erfolgt über die St 2092. Dabei handelt es sich um eine der Straßen, die gerne auch einmal als Rennstrecke genutzt wird.

St 2092, Die rote Linie markiert die Ausweichroute. Bei 1 wird die Fahrbahn enger. Bei 2 müssen von Hammer her kommend Fahrräder die Fahrbahn in einer Kurve in Richtung Feldweg kreuzen.

Insbesondere in der Kurve, in der Fahrräder die Straße kreuzen müssen, um wieder auf den alten Radweg zu gelangen, neigen PKW-Fahrer:innen auch mal zu rasanter Fahrweise. Je nach Bewuchs der Felder kann die Situation zudem auch unübersichtlich sein.

Jedenfalls ist es nicht zu verantworten, diese Route beispielsweise mit Kindern – ob zu Fuß oder mit dem Rad – zu wählen. Bleibt am Ende nur das Auto oder die Missachtung der Sperrung.

Zuständig ist hier der Landkreis. Das Landratsamt weigert sich auch auf mehrfaches Nachhaken hartnäckig, selbst für die Übergangsphase irgendwelche Warnschilder anzubringen. “Es sei in den vergangenen zehn Jahren kein Unfall geschehen.” Über die Gründe, warum hier ein ja sehr sinnvoller Rad- und Fußweg ersatzlos gestrichen wird, und auf die neue Verkehrslage nicht hingewiesen wird, kann man nur mutmaßen.

Wenn es hier Erfahrungen gibt, bitte gerne per E-Mail an uns schicken!